Veredelung von Kalk zu Endprodukten

Nach der Calcination im Ofen wird der Kalk je nach der Körnung, dem Rest-CO2 und anderen durch unsere Labors festgelegten physikalischen und chemischen Eigenschaften sortiert und gelagert. Die Qualitätssteuerung und Sortierung erfolgt über Förderbänder und -schnecken, Becherwerke, Brecher, Mahlanlagen und Siebe. Es gibt drei Hauptkategorien für die Körnung: Stückkalk, körniger Branntkalk und Feinkalk.

Kalk kann für neue Anwendungen und/oder veränderte Eigenschaften weiter veredelt werden.

 


 

Es gibt drei Kalk-Veredelungsprozesse:

Zerkleinerung und Mahlung

Gemahlener und zerkleinerter Kalk wird mit Mühlen hergestellt, die mit Klassierungsmaschinen wie Sieben oder auch Sichtern ausgerüstet sind: Hammermühlen, Kugelmühlen, vertikale Pendelmühlen und Gutbettwalzenmühlen etc. werden für diesen Zweck eingesetzt.

Hydratation

Kalk- und Dolomithydrate werden in sogenannten Löschanlagen produziert, bei denen das Endprodukt ein trockenes Pulver aus Calciumhydroxid (Ca(OH)2) ist. Hydratanlagen sind mit einer, zwei oder drei Hydratationskammern und einem Vormischer ausgerüstet, in denen Wasser mit dem Ausgangskalk homogenisiert wird und die Reaktion beginnt. Das Kalkhydrat nach den Löschkammern wird mittels Windsichtungen nach Korngröße sortiert und anschließend in Silos gelagert. In den amerikanischen Werken von Lhoist wird auch Dolomitkalkhydrat mit einem Drucklöschverfahren hergestellt; dies ist erforderlich um den MgO-Anteil in die Hydroxidform Mg(OH)2 zu überführen.

Herstellung von Kalkmilch

Kalkmilch wird industriell in einem Rührreaktor entweder aus Branntkalk oder Kalkhydrat mit Wasserüberschuss hergestellt. Als Endprodukt erhält man eine sofort verwendungsfähige Kalkhydrat-Suspension mit Feststoffkonzentrationen zwischen 15 und 45 % Ca(OH)2.