Zucker

Zucker

In einigen Ländern liefert Lhoist hochwertigen Kalkstein mit denen die Zuckerfabriken eigenen gebrannte Kalke herstellen. Das während des Brennprozesses frei werdende Kohlendioxid wird später in der Zuckerproduktion ebenfalls benötigt. Kalk dient als Klärungsmittel für Zuckersaft bei der Herstellung von weißem Zucker. Zudem wird das während der Reinigung des Zuckerohrs entstehende Schmutzwasser durch die Zugabe von Kalk behandelt.

In den Zucker- und Alkoholproduktionsprozessen wird Kalkmilch zur Behandlung von Saft und zur Reinigung von Zuckerrohr eingesetzt.

In Europa wird Zucker aus Zuckerrüben gewonnen, in den Zuckerrohranbaugebieten wie beispielsweise Brasilien wird der sogenannte Rohrzucker hergestellt. Unabhängig von dem eingesetzten Rohstoff wird Kalk wie oben erwähnt an verschiedensten Stellen des Zuckerherstellungsprozesses eingesetzt.

Waschwasserbehandlung

Als erster Schritt werden Zuckerrübe oder Zuckerohr gewaschen, um anhaftende Verunreinigungen wie Erde und Steine zu entfernen. Beim Zuckerrohrwaschen korrigiert Kalk den pH-Wert des Waschwassers, der sich aufgrund des sauren Zuckerrohrsafts einstellt. Kalk kann nachfolgend eingesetzt werden, um Schmutzpartikel aus dem Waschwasser auszuflocken und das so gereinigte Wasser einer wiederholten Nutzung zuzuführen.

Rohsaftbehandlung

Sowohl Zuckerrübe als auch Zuckerohr werden zerkleinert und anschließend gekocht, um den Zucker aus den Zellen zu lösen und den Rohsaft gewinnen. Der gewonnene Rohsaft enthält noch viele Fremdstoffe und Verunreinigungen und muss gereinigt werden. Diese geschieht durch die sogenannte Carbonation. Hierbei wird dem Rohsaft Kalkmilch zugefügt, um alle Nichtzuckerstoffe zu binden. Durch die Einleitung von CO2 wird der Kalk mit den anhaftenden Stoffen als Calciumcarbonat ausgefällt und so ein klarer Rohsaft hergestellt. Viele Zuckerfabriken brennen den Kalkstein (sogenannte Zuckersteine) in eigenen Öfen, da hierbei nicht nur der für die Kalkmilch nötige  Branntkalk entsteht, sondern auch CO2, welches wie beschrieben in dem Prozess der Carbonation zum Einsatz kommt. Speziell bei der Herstellung von Weißzucker ist die ständige Überwachung des pH-Wertes unentbehrlich: Ist der pH zu niedrig, reagiert der Sirup mit Stickstoffverbindungen und verfärbt sich. Bei zu hohem pH-Wert findet eine alkalische Zersetzung der Saccharose und Monosaccharide statt. Optimal ist ein nahezu neutraler pH-Wert.

 

MEHR INFO