Lösungen für jede Herausforderung bei Nichteisenmetallen
Neben den Kernmärkten Kupfer, Gold, Aluminiumoxid und Lithium spielen Kalk und Branntkalk eine entscheidende Rolle im Nichteisenmetallbergbau. Sie tragen dazu bei, die Metallausbeute zu steigern, Prozesse zu stabilisieren und Umweltvorschriften einzuhalten.
Flussmittel für das Schmelzen und die Veredelung
Kalk – und gegebenenfalls Kalkstein – fungiert als wichtiges Flussmittel bei der Verhüttung und Raffination von Kupfer, Nickel, Aluminium und Magnesium. Es unterstützt die Steuerung der Schlacke-Chemie, optimiert den Umgang mit Verunreinigungen und trägt zur allgemeinen Ofenstabilität bei. In einigen Kupferschmelzanlagen wird Kalk zugesetzt, um die durch Magnetit verursachte Schlackenviskosität zu regulieren oder um bei eisenarmen Konzentraten eine kalkreiche Schlacke zu erzeugen. Kalk und Kalkstein tragen zudem zu verschiedenen unterstützenden Prozessen bei, wie beispielsweise der Bismutrückgewinnung, der stabilen Arsenentfernung, einer verbesserten Gaswäsche und einer besseren Staubfiltration.
Nickel- und Cobaltrückgewinnung
Kalk und Kalkstein fällen bei der hydrometallurgischen Aufbereitung von Sulfid- und Lateriterzen Verunreinigungen (Eisen, Aluminium, Mangan, Magnesium) aus und verbessern so die Nickel- und Cobaltrückgewinnung, die beide für die Herstellung von Edelstahl und Batteriekathodenmaterialien unverzichtbar sind.
Arsenentfernung
Kalk unterstützt die sichere Entfernung von Arsen aus Prozesslösungen durch Skorodit-Fällung oder die Bildung von Calciumarsenat bzw. -arsenit bei höheren pH-Werten – und hilft Ihnen so, strenge Umweltanforderungen zu erfüllen.
Tragbare Feuchtigkeitsgrenze (TML)
Branntkalk reduziert die freie Feuchtigkeit in Eisenerz und Mineralkonzentraten und hilft Ihnen, die TML-Grenzwerte (Transportable Moisture Limit, TML) einzuhalten, Staubbildung zu verhindern und eine gefährliche Fluidisierung der Ladung zu vermeiden.
Behandlung bindiger Erze
Verdunstung durch exotherme Hydratation erhöht und mit Tonerden reagiert, wodurch sich die Handhabungs- und Fließeigenschaften des Materials verbessern.
Geruchsbehandlung von Sulfidmineralien
Die Zugabe von Kalk während der Fest-Flüssig-Trennung von sulfidhaltigen Erzkonzentraten trägt dazu bei, die Freisetzung von Schwefelgerüchen zu verhindern, die durch die Zersetzung von Flotationsreagenzien während Lagerung, Transport und Handhabung entstehen können.
Vermeidung von Kohlenstaubexplosionen
Gemahlener Kalkstein trägt dazu bei, Kohlenstaubexplosionen in Untertage-Kohlebergwerken zu unterdrücken, indem er den Staub an den Grubenwänden bindet und den Kohlenstaub in der Luft durch Inertisierung mit Kalksteinmehl unschädlich macht.
Unterdrückung von Kohlebränden
Löschkalk kann zur Löschung von Kohlebränden verwendet werden.
Magnesiumentfernung bei der Kaliumverarbeitung
Kalk entfernt lösliches MgCl aus NaCl-Nebenströmen und ermöglicht so die Produktion von hochreinem Natriumchlorid.
Acid Mine Drainage (AMD/ARD)
Kalk und Kalkstein neutralisieren die Säure und lassen gelöste Metalle in AMD/ARD ausfallen, wodurch Grundwasser und Oberflächenwasser vor Verunreinigungen geschützt werden.
Kalk in zementierter Pastenverfüllung und Abraumhalden
Kalk (hydratisiert oder als Aufschlämmung) verbessert die Bindemittelleistung und die Umweltstabilität durch:
- Verbesserung der Sulfatbeständigkeit und der pH-Regulierung
- Beschleunigung der frühen Festigkeitsentwicklung (CPB)
- Reduzierung von Säurebildung und Metallauslaugung (CPT)
- Förderung der langfristigen Stabilität und Befahrbarkeit
Typische Anwendungsbereiche:
- CPB: Abraum 75–85 %, Zement 3–8 %, Kalk 0,5–1 %
- CPT: Abraum >80 %, Zement 0,5–2 %, Kalk 0,3–7 %
Kalk kann als hydratisiertes Pulver oder als Aufschlämmung zugeführt, über Löschanlagen, Schneckenförderer oder Schlammpumpen dosiert und in Mischmühlen oder Hochschermischer eingemischt werden.
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