Unsere Strategie zur Reduktion von CO2-Emissionen zielt auf die beiden Hauptquellen von CO2 ab, die in der Kalkproduktion relevant sind:
CCS ist eine der wirksamsten Methoden zur Reduzierung großer Mengen an prozessbedingten CO₂-Emissionen. Dazu zählen z.B.:
Wir arbeiten mit Partnern zusammen, um innovative CCS-Lösungen im Rahmen mehrerer Großprojekte zu entwickeln, darunter:
CO2-Abscheidung und -Nutzung (CCU)
CCU bezeichnet Technologien, die CO2-Emissionen abscheiden und entweder direkt (ohne chemische Veränderung) oder indirekt (durch Umwandlung in neue Produkte) nutzen. Zu den derzeit untersuchten Anwendungsfeldern gehören unter anderem:
In den meisten Fällen muss CO2 zunächst abgeschieden, konzentriert und aufbereitet werden, bevor es transportiert oder genutzt werden kann.
Beispielprojekte sind das co2ncreat-Projekt, bei dem Zement und natürliche Zuschlagstoffe in Betonsteinen ersetzt werden. Darüber hinaus Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Rahmen des NKL-Projekts in Belgien und des Carbon2Chem-Projekts in Deutschland.
Neue CCUS-Pfade erschließen
Wir führen zahlreiche F&E-Aktivitäten und Machbarkeitsstudien durch, die ein breites Spektrum an Lösungen abdecken, von großen industriellen Partnerschaften bis hin zu kleineren, innovativen Kooperationen mit Forschungseinrichtungen. Diese Initiativen helfen uns dabei, das notwendige Know-how aufzubauen, um die CO2-armen Produkte der Zukunft zu entwickeln.
Ein Beispiel für neue Ansätze ist unsere Beteiligung am Projekt ELECTRA, das die elektrische Beheizung von Öfen in der Kalkproduktion erforscht. Ziel ist es, CO2-Emissionen bei der Verbrennung zu vermeiden und Abgase mit hoher CO2-Konzentration zu erzeugen, wodurch eine anschließende Reinigung und Verflüssigung erleichtert wird.
Kunden bei der Dekarbonisierung unterstützen
Wir entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen und arbeiten an einer neuen Generation von CO2-armen Kalk- und Dolomit-Produkten, die dazu beitragen, Scope-3-Emissionen in verschiedenen Branchen zu reduzieren. Dieser Ansatz stärkt unseren Beitrag zur Dekarbonisierung entlang der Wertschöpfungskette und unterstützt unsere Kunden dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Kalk als natürlicher CO2-Speicher
Kalk spielt eine wichtige Rolle im Kohlenstoffkreislauf, da er im Laufe seiner Nutzung CO2 auch wieder aufnimmt. Viele Anwendungen ermöglichen eine teilweise Rekarbonatisierung.
Eine EuLA-Studie aus dem Jahr 2020 zeigt, dass Kalk im Durchschnitt ein Drittel des während der Produktion emittierten CO2 innerhalb des ersten Jahres wieder aufnehmen kann. Diese natürliche Eigenschaft bietet ein erhebliches Potenzial für die Verwendung von Kalk als CO₂-Senke im Rahmen der Dekarbonisierung.
1 Grosso M., Biganzoli L., Campo F. P., Pantini S., Tua C. 2020. Literaturstudie zur Bewertung des Karbonatisierungspotenzials von Kalk in verschiedenen Märkten und darüber hinaus. Bericht der AWARE-Forschungsgruppe (Assessment on Waste and Resources) am Politecnico di Milano (PoliMI) im Auftrag des europäischen Kalkverbands (European Lime Association, EuLA). S. 33
